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Furahiday – Freitagsmusik: ‘Nairobi Nu Wave’ Mixtape

In Kenias Hauptstadt Nairobi entwickelt sich dieser Tage eine Musikrichtung und -szene, die beinahe revolutionär anmutet. Musikkollektive wie East African Wave und die Cosmic Homies setzten die Arbeit von Vorgänger wie Just A Band fort und kreieren einen experimentellen, elektronischen Sound, der auf den unterschiedlichsten Säulen basiert. Entstanden ist ein ostafrikanischer Ableger des NuWave-Sounds: #NuNairobi.

#NuNairobi is this sense of family and creative energy, made up of creative people, a lot of whom make music in their bedrooms. There’s so much talent in Nairobi and, thanks to platforms like Thrift Social and Creatives Garage, it’s coming together. It’s about more than art, it’s people digging deeper in life.

Der US-Amerikaner Bhayaology hat Größen der Szene getroffen und seine Eindrücke im ‘Nairobi Nu Wave’ Minixtape zum Ausdruck gebracht. Ich bin fasziniert: Bhayaology gewährt mit dem Tape einen gründlichen Einblick in die derzeitige Beatmaker-Szene Nairobis. Einer meiner persönlichen Höhepunkte ist der Part von Minute 19:37 bis 21:24 – hier vermischen sich Balafon mit E-Gitarre und polternden Bässen. In knapp dreißig Minuten mixt Bhayaology Werke der East African Wave mit denen der Cosmic Homies, des XPRSO Kollektivs und anderen Produzent*innen wie SURAJ, Blinky Bill, Sichangi, Basthma, Irayo und Jwa Kobra.

Neue Kategorie: Furahiday – Freitagsmusik

Ein Musiker sitz mit Basecap und angelegter Geige im Licht einer Standlampe, während vor ihm zwei DJs Musik auflegen.
Foto: © Daniel Koßmann

Was wäre ein guter Freitag ohne gute Musik?

Für die zwei kenianischen Rapper Nonini und Nameless wohl einer ohne Freude. In ihrem Klassiker Furahiday rappen sie über den „typischen“ Freitagabend in Nairobi: gute Freunde, Bier, Barbecue, eine dicke Sause und mächtig Fun. Auch für mich persönlich sind die in Nairobi verbrachten Freitagabende legendär. Keine Clubnacht in Berlin reichte bisher an den Vibe heran, den ich auf den Dancefloors der kenianischen Metropole fühlen konnte.

Mit dem Label Furahiday werde ich zukünftig Musik markieren, die es meiner Meinung nach besonders verdient, gehört zu werden. Das können jüngst veröffentlichte Mixe, aktuelle Toptunes oder schon etwas vergilbte G-Oldies sein. Meist wohl mit (Ost-)Afrikafokus, aber nicht nur. Verlinkt wird, was mir außergewöhnlich interessant, besonders wertvoll oder sonst wie spannend erscheint.

Furahiday ist übrigens eine Wortkreation, die sich aus dem Swahiliwort „kufurahi“ für „sich freuen“ und dem englischen Wort „Friday“ zusammensetzt. Der perfekte Name also, um besonders hörenswerte Musik zu kennzeichnen.

In diesem Sinne: furahiert den Freitag!